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Eine 40-jährige Patientin wurde von ihrem HNO-Arzt in unsere Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie überwiesen. Die Überweisung erfolgte aufgrund eines in der Computertomografie (CT) nachgewiesenen, röntgendichten Fremdkörpers in der linken Kieferhöhle. Die Läsion wies eineGröße von etwa 7 mm auf. Klinisch klagte die Patientin über ein anhaltendes Druckgefühl im linkenMittelgesicht sowie über wiederkehrende, als „Erkältung“ wahrgenommene Beschwerden,entsprechend einer chronischen Sinusitis mit rezidivierenden akuten Schüben.
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Tiefe kariöse Läsionen zählen zu den wesentlichen Ursachen für Wurzelkanalbehandlungen oder Zahnverlust. Die Entscheidung zwischen vitalerhaltenden Maßnahmen und einer Pulpektomie ist aufgrund des breiten Spektrums pulparer Entzündungsreaktionen häufig erschwert. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse stellen die traditionelle Wurzelkanalbehandlung zunehmend infrage und rücken vitalerhaltende Therapieansätze in den Fokus.
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Für Endodontologen gehört die Lokalanästhesie zu den unverzichtbaren Schritten jeder Behandlung. Doch was tun, wenn Patient/-innen ausgerechnet davor die größte Angst haben?Die Trypanophobie – die ausgeprägte Angst vor Spritzen – betrifft bis zu zehn Prozent der Bevölkerung. In der Endodontie führt sie häufig zu Terminabsagen, unvollständig durchgeführten Behandlungen und einem erhöhten Risiko für systemische Erkrankungen.
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Mikroleakages, die aus einem unzureichenden Verschluss resultieren, stellen eine der Hauptursachen für endodontische Misserfolge dar. Eine zentrale Komponente zur Erreichungeines dichten Verschlusses ist der Wurzelkanalsealer. Der Autor nimmt uns mit auf eine Zeitreise dieses Materials – in Teil 1 vom Start mit MTAs bis hin zu modernen Biokeramiken und ihren grundsätzlichen Eigenschaften.
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Egal, ob exklusiver Neubau oder kreativ transformierter Bestand, ob größere oder kleinere Räumlichkeiten, ob Stadt- oder Landlocation – Ihre Praxis hat das gewisse Design-Extra und ist für Sie und Ihr Team der ideale Ort, um gesund und motiviert arbeiten und Patienten bestmöglich empfangen zu können?
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Interview: „Endodontie funktioniert nur, wenn man sich im Team blind aufeinander verlassen kann“
Friederike Heidenreich im Gespräch mit Sylvia Reiner
Wurzelbehandlungen sind für Patienten oft der pure Stress. Wenn die Anspannung steigt und die Spritzenangst sich bemerkbar macht, gilt es, das Vertrauen des Patienten zu gewinnen. Dafür braucht es ein eingespieltes Praxisteam, das Ruhe und Struktur ins Behandlungszimmer bringt. Solch eine versierte Fachkraft ist Sylvia Reiner. Als ZFA, Dentalhygienikerin und DGET-Mitglied weiß sie, wie viel Verantwortung und fast schon detektivische Feinarbeit von ihr als endodontische Assistenz gefordert wird. Weshalb die Endodontie für sie so spannend ist, und was genau eine ZFA in der Endodontie mitbringen sollte, erklärt sie im Interview.
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Die Digitalisierung verändert die Organisation von Zahnarztpraxen nachhaltig. Digitale Behandlungsverträge und die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) bieten erhebliche Chancen für Effizienz und Patientenkomfort. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen an den Datenschutz kontinuierlich zu. Wer hier nicht gut vorbereitet ist, läuft Gefahr, in kostenintensive rechtliche Fallen wie Abmahnungen oder Bußgelder zu geraten.
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Neues Personal zu finden und langfristig an die Praxis zu binden, ist in Zeiten des allgegenwärtigen Fachkräftemangels nicht leicht. Die Endo-Schwerpunktpraxis steht dabei zudem vor weiteren Herausforderungen. Onboarding-Methoden bieten eine wertvolle Unterstützung bei der Entwicklungder „Neuen“ hin zu loyalen Fachkräften, die die Praxis langfristig und wertschöpfend unterstützen.
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Die Mundhöhle ist ein komplexes mikrobielles Ökosystem. Mehrere Hundert Bakterienarten besiedeln Zähne, Schleimhäute sowie Zunge und stehen in engem Austausch mit dem übrigen Organismus. Dass Veränderungen dieser oralen Mikrobiota nicht nur lokale Erkrankungen begleiten, sondern auch mit systemischen Stoffwechselzuständen assoziiert sein können, zeigt eine neue Studie, jüngst veröffentlicht in Cell Reports.1
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Wer am Behandlungsstuhl arbeitet, kennt die Situation: Der Oberkörper ist nach vorn geneigt, der Kopf leicht abgesenkt, der Blick über Minuten auf ein kleines Arbeitsfeld fixiert. Hände und Finger arbeiten präzise mit nur wenig oder gar ohne Bewegungsspielraum. Diese Haltung gehört für Behandler und zahnärztliches Personal in der Assistenz zum Alltag. Sie ist funktional, aber körperlich auch sehr anspruchsvoll. Eine neue Studie, erschienen im Fachjournal Scientific Reports hat untersucht, ob prismatische Lupenbrillen Einfluss auf diese Arbeitshaltung nehmen können.1
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Wenn am Donnerstag der Christi-Himmelfahrt-Feiertag ansteht, wissen Ostsee-Fans, dass es auch für die zahnmedizinische Fortbildung heißt: Sonne, Strand und Meer sowie ein attraktives wissenschaftliches Programm – das sind die Attribute, für die alljährlich der Ostseekongress steht.
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zahnheilkunde 2026 – Zahnärztetag Rheinland-Pfalz
San.-Rat Dr. Wilfried Woop, Prof. Dr. James Deschner
Mit „zahnheilkunde 2026“ findet am 13. und 14. März 2026 in Mainz ein Kongress statt, der den fachlichen und persönlichen Austausch ganz nach dem Motto „Grenzenlos vernetzt“ lebt. Es warten zwei Tage voller Wissen und Inspiration mit 20 spannenden Vorträgen und zehn praxisnahen Workshops, darunter drei Hands-on-Kurse.