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Gelockerte Zähne aufgrund von Parodontitis – Schienung oder Extraktion?
Priv.-Doz. Dr. med. dent. Sarah K. Sonnenschein
Stark erhöhte Zahnbeweglichkeit ist ein häufiges Symptom der fortgeschrittenen Parodontitis, das die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen und Patienten stark beeinträchtigen kann. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick zur Einordnung solcher Fälle in die neue Parodontitisklassifikation, über den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema sowie über die aktuellen Behandlungsempfehlungen. Ergänzt wird der Beitrag durch ein klinisches Fallbeispiel, bei dem es durch die Schienung der parodontal stark geschädigten und gelockerten Unterkieferinzisiven gelungen ist, die Zähne zu erhalten, die parodontale Situation zu stabilisieren sowie die Lebensqualität der Patientin zu verbessern.
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Die vegane, also ausschließlich pflanzenbasierte Ernährung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch welche Auswirkungen – positive wie negative – hat die vegane Ernährung auf die Allgemein- und speziell die Mundgesundheit? Für Zahnärzte wird zunehmend relevant, die Ernährungsform ihrer Patienten in Diagnostik, Risikoeinschätzung und Beratung zu berücksichtigen.
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In der Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten erhalten wir fundiertes Wissen über die vielfältigen Aufgabenbereiche in der Zahnmedizin. Doch ein Aspekt kommt oft zu kurz: die verständlicheund empathische Kommunikation mit unseren Patienten. Viele Patienten werden beim Zahnarzt mitBegriffen wie „Karies“, „Gingivitis“ oder „Parodontitis“ konfrontiert. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Wie entstehen diese Erkrankungen? Und vor allem: Wie lassen sie sich vermeiden?
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Die Gesundheit des Mundes ist ein wichtiger Bestandteil unseres allgemeinen Wohlbefindens. In der heutigen Zeit spielen verschiedene Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle für die Gesundheit unserer Zähne und unseres Zahnfleisches. Faktoren wie Ernährung und Mundhygiene, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Stress können einen erheblichen Effekt auf die Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen haben. Ziller et al., 20211 haben hierzu die Mundgesundheitsziele für Deutschland bis zum Jahr 2030 formuliert.
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Individuelle Konzepte in der professionellen Zahnreinigung – Mehrwert durch differenzierte Politur
Vesna Braun
Im Rahmen der zahnmedizinischen Prävention gilt die professionelle Zahnreinigung (PZR) als evidenzbasiertes Standardverfahren. Sie umfasst die systematische Befundung, die individuelle Beratung und Mundhygieneinstruktion sowie die Entfernung von harten und weichen Belägen. Ergänzend werdendie Zahnoberflächen geglättet, poliert und fluoridiert, um eine Remineralisation zu fördern und das Risiko für Karies und Parodontitis nachhaltig zu senken.
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Die professionelle mechanische Biofilmentfernung (PMPR) stellt die zentrale Säule der nichtchirurgischen Parodontitistherapie sowie der unterstützenden Parodontitistherapie dar. Unabhängig von der verwendeten Technologie ist das primäre Ziel die effektive Disruption des supra- und subgingivalen Biofilms bei möglichst geringer Schädigung von Zahn- und Weichgewebe. Metaanalysen, verschiedene Studien und Leitlinien zeigen, dass weniger die einzelne Methode als vielmehr das systematische Vorgehen, die Erfahrung des Anwenders und die richtige Indikationsstellung über den Behandlungserfolg entscheiden.
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Die Nachfrage nach helleren Zähnen ist ungebrochen. Zähnebleichen zählt zu den am häufigsten nachgefragten ästhetischen Maßnahmen in der Zahnmedizin. Trotz jahrzehntelanger klinischer Anwendungund intensiver Forschung bleibt jedoch eine zentrale Erkenntnis bestehen: Der exakte Wirkmechanismusdes Bleichens ist bis heute nicht abschließend geklärt.1
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Der orale Biofilm besteht aus ca. 500 verschiedenen Bakterienarten, und er ist überraschend komplex aufgebaut: Schätzungen zufolge können sich in 1 mg Plaque rund 200 Millionen Bakterien verbergen,die wiederum miteinander kommunizieren und interagieren. Verschiebt sich das Gleichgewicht zugunstender krank machenden Keime, entstehen die bekannten Gefahren für die Mundgesundheit wie Karies,Gingivitis und Parodontitis.
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Die Puchheimer Familienzahnarztpraxis Gleau wird mit einer großen Portion Herzblut sowie Leidenschaftgeführt und bietet exakt das, was der Name bereits vermuten lässt: Zahnmedizin von Familie zu Familie.In zweiter Generation geführt, setzt das Praxisteam auf bewährte Lösungen. Eine davon ist Orotol plus aus dem Hause Dürr Dental.
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Die praktische klinische Patientenausbildung nimmt in allen Prophy- laxe-Aufstiegsfortbildungen – ZMP oder DH – des praxisDienste Institut für Weiterbildung seit je her einen wichtigen Platz ein. Unter direkter Anleitung und Supervision von sehr erfahrenen Dentalhygienikerinnen erlernen und üben die Teilnehmer/-innen immer an Samstagen unter Praxisbedingungen an Patienten die Techniken der professionellen Zahnreinigung. Die enge Betreuungsrelation ermöglicht ein intensives Coaching.
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Das SOFT pearl Prophylaxepulver von NSK entfernt auf schonende Weise sämtliche Verfärbungen im supragingivalen Bereich – mit besonderen Stärken bei leichten und mittleren Verfärbungen. Durch den angenehmen Glycin-Geschmack konnte auf die Beigabe von Geschmacksstoffen verzichtet werden, weswegen das Prophylaxepulver hervorragend für die Behandlung von Kindern und Allergikern geeignet ist. Durch seine mittlere Partikelgröße von 65 μm entfernt SOFT pearl Ablagerungen und Plaque äußerst effektiv. Aufgrund seiner homogenen Partikelgröße wird das Pulver mit einer konstanten Strömungsenergie auf die Zahnoberfläche aufgetragen, wodurch ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis erzielt wird. SOFT pearl von NSK ist über den Handel erhältlich oder im NSK Dentalwebshop bestellbar.
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Das Herzstück einer jeden Praxis ist die Sauganlage – ohne sie läuft im Praxisalltag nichts. Am großen Handstück muss eine Saugleistung von rund 300 l/min 1 sichergestellt sein, damit eine Aerosolbildung effektiv vermieden werden kann. Alle darunterliegenden Werte gehen mit einem Gesundheitsrisiko für Patient und Praxisteam einher – ausgelöst durch potenziell infektiöse Keime im Behandlungsraum. Denn wird der Spraynebel nicht fachgerecht im Mund der Patienten abgesaugt, entsteht eine Aerosolwolke in einem Radius von mehreren Metern. Eine unzureichende Saugleistung kann auch im Falle einer Praxisbegehung weitreichende Folgen haben...
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Das neue Gerät kombiniert modernes Design mit innovativer Technik und setzt Maßstäbe in der professionellen Zahnreinigung. Ein duales Heizsystem versorgt Ultraschall- und Pulverstrahlfunktion konstant mit temperiertem Wasser – für mehr Komfort und Effizienz. Ergonomische Titan-Handstücke, ein hochwertiges Multifunk- tionsdisplay mit drei Ultraschall-Modi und eine angenehm beleuch- tete Pulverkammer sorgen nicht nur für First Class Feeling, sondern auch für präzises, intuitives Arbeiten. Die ABC MACHINE deckt selbstverständlich das gesamte Prophylaxe-Spektrum ab...
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Der renommierte Wrigley Prophylaxe Preis wird für das Jahr 2026 erstmals über Deutschland hinausauch in Österreich und der Schweiz ausgeschrieben. Damit würdigt die Ausschreibung den intensiven wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch innerhalb der deutschsprachigen Länder undöffnet sich bewusst für zukunftsweisende Projekte aus der gesamten D-A-CH-Region.
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Nachhaltigkeit ist längst in der Mundhygiene angekommen. Immer mehr Patienten greifen zu Zahnbürsten aus alternativen Materialien, beispielsweise mit Naturborstenkopf. Doch wie hygienisch sind diese Produktalternativen? Dr. Felicitas Hömme (Essen) hat den Schnittpunkt zwischen Nachhaltigkeit und mikrobieller Sicherheit untersucht. Dafür verglich sie nachhaltige Filamente mit klassischen Nylonborsten. Wichtige Erkenntnisse ihrer Studie beleuchtet die Zahnärztin im Interview.
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Die Zahnmedizin entwickelt sich stetig weiter – nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in Bezug auf die Anforderungen an das Praxisteam. Neben fachlicher Kompetenz rücken zunehmend betriebswirtschaftliches Denken, Patientenkommunikation und präventive Maßnahmen in den Vordergrund. Für zahnmedizinische Fachkräfte stellt sich daher die Frage: Welche Weiterbildung ist sinnvoller – Praxismanagement oder Prophylaxe? Und ist es vielleicht sogar klüger, beide Wege zu gehen?
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Der Bundesverband für zahnmedizinisches Fachpersonal in der Prävention (BVZP) erlebt hautnah,wie viele zahnmedizinische Fachkräfte ihren Beruf verlassen oder mit dem Gedanken spielen, auszusteigen. Die Gründe sind vielfältig, doch vor allem schlechte Bezahlung und mangelnde Wertschätzung spieleneine große Rolle. Die Herausforderungen spiegeln eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung wider, die weit über den Fachkräftemangel hinausgeht. Die gesamte Branche muss sich auf neue Generationenmit veränderten Lebens- und Arbeitsvorstellungen einstellen, um Fachpersonal zu halten und gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu gehen.