Inhaltsverzeichnis
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Editorial: Das Gutachterwesen gehört in die Hand der Zahnärzte
Dr. Jeannine Bonaventura, Stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das zahnärztliche Gutachterwesen steht an einem sensiblen Schnittpunkt zwischen Patientenrechten, ärztlicher Verantwortung und beruflicher Selbstverwaltung. Es ist damit kein rein technisches Instrument zur Klärung von Streitfällen – es ist Ausdruck unserer professionellen Autonomie...
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Liegt ein Behandlungsfehler vor? Handelt es sich um eine Übermaßbehandlung? Entspricht die geplante Behandlung den Vorgaben der Krankenkassen? Solche Fragen klären im Auftrag eines Gerichts, eines Patienten oder einer Kasse (zahn-)medizinische Sachverständige. Doch an ihnen dürfte es mangeln.
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Nachgefragt I. „Das mache ich nur noch, wenn man ordentlich mit mir umgeht“
Dr. Pascale Anja Dannenberg im Gespräch mit Prof. Dr. Roland Frankenberger,
Prof. Dr. Roland Frankenberger, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung an der Universität Marburg, ist auch als Gutachter tätig. Der DFZ sprach mit ihm über einen zunehmend rauen Ton vor Gericht, seine in einem Beitrag beschriebene Prozess-Vermeidungs-Strategie und die Gefahr, eigene Fehler nicht wahrhaben zu wollen.
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Nachgefragt II. „Ein Richter ist ein medizinischer Laie“
Interview mit Dr. Pascale Anja Dannenberg und RA Steffen Kaiser
RA Steffen Kaiser ist Vorsitzender Richter am Landgericht Saarbrücken in einer Spezialkammer für (Zahn-)Arzthaftung, zugleich ist er als Fortbildungsreferent tätig. Der DFZ sprach mit ihm über Prozesstaktik und Fallen, in die Gutachter vor Gericht tappen können, über die Wahrheitssuche und das Wissen über das eigene Nichtwissen.
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Versorgungsforschung. Zu wenig Wumms
Dr. Pascale Anja Dannenberg im Gespräch mit Prof. Dr. Falk Schwendicke, Dr. Leonor Heinz und Dr. Bernd Reiss
Was funktioniert im Versorgungsalltag beim Patienten, welches Medikament, welche Behandlung? Wie ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis? Um diese Fragen zu beantworten, braucht es (Langzeit-)Daten aus den Praxen. Warum das nur schleppend funktioniert.
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Fachkräftemangel. „Knapp 30 Prozent der Zahntechnikbetriebe schließen dauerhaft“
Stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Jeannine Bonaventura im Gespräch mit dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) Dominik Kruchen
Nicht nur Zahnarztpraxen in Deutschland leiden unter fehlenden Fachkräften. Auch die Zahntechniker klagen über Nachwuchsmangel. Über Ursachen, notwendige Maßnahmen und Perspektiven hat die stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Jeannine Bonaventura mit dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) Dominik Kruchen gesprochen.Interview: Dr. Jeannine Bonaventura
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Mehr als eine Messe. Fachlich, sportlich und kollegial. So startet der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) am 13. und 14. März 2026 als offizieller Partner in die infotage FACHDENTAL München und macht die Messe zur Bühne für Austausch und Teamgeist.
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Auch in diesem Jahr hat die Bezirksgruppe Aachen des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte in Nordrhein traditionsgemäß ehrenamtlich tätige Kolleginnen und Kollegen der Region Aachen, Vertreter der Uniklinik der RWTH, Mitglieder der Kammerversammlung sowie der KZV-Vertreterversammlung zum Neujahrsempfang geladen.
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Zu Jahresbeginn ist eine gesetzliche Neuregelung in Kraft getreten, die weitreichende Folgen für Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie andere Heilberufe hat – unter anderem auf ihre Honorarforderungen. In § 71 Abs. 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes ist eine neue Ziffer 9 eingefügt worden, wonach die Landgerichte seit 1. Januar 2026 ohne Rücksicht auf den Wert des Streitgegenstandes ausschließlich in Streitigkeiten aus Heilbehandlungen zuständig sind.
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Wie die rechtliche Situation in Bezug auf Auseinandersetzungen um Heilbehandlungen aussieht, hat Verbandsjustiziar Michael Lennartz auf Seite 36 schon ausgeführt. Aber was bedeutet das jetzt für die Praxis, und wie kann man darauf reagieren? Dazu hat der FVDZ Mitte Februar einen Webtalk „Honorarverlust vermeiden – Neue Systematik beachten“ veranstaltet.
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Interview: Brandschutz. „Die wenigsten Brände entstehen, während man daneben steht“
Melanie Fügner im Gespräch mit Zahnärztin Dr. Wassiliki Ioanna Daskalaki
Die Wartung von Feuerlöschern alle zwei Jahre ist eine von vielen lästigen Pflichten in der Zahnarztpraxis. Seit 1. März hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte eine Kooperation mit der Brandschutz-Firma PRYMOS, die als einzige zehn Jahre wartungsfreie Feuerlöscher anbietet. Worauf müssen Praxisinhaber achten? Wie viele Feuerlöscher sind gefordert, und wo müssen sie platziert werden? Das haben wir die Zahnärztin Dr. Wassiliki Ioanna Daskalaki gefragt.
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Interview: Zahnärzte im Ausland. Mehr Zeit für Gespräche
Judith Jenner im Gespräch mit Dr. Mara Nagel
Im Dezember zog Dr. Mara Nagel von Wiesbaden nach Palma de Mallorca. Was die 28-jährige Zahnärztin am Leben auf der Balearen-Insel schätzt und was sie Interessierten empfehlen würde, schildert sie dem DFZ.
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Mit dem FVDZ-Campus präsentiert sich die verbandseigene Lernplattform in frischem Design und mit einem vielfältigen Fortbildungsangebot für Zahnärzte sowie das gesamte Praxisteam. Neu: Alle Live-Webinare jetzt auch als On-Demand-Kurse für 24 Stunden verfügbar! Wer zum Live-Termin verhindert ist, kann das gewünschte Webinar nach Abschluss noch für diesen Zeitraum buchen und auf dem FVDZ-Campus ansehen. Bereits gebuchte oder absolvierte Live-Webinare können innerhalb dieses Zeitraums kostenfrei erneut abgerufen werden.Einige Webinare sind auch länger verfügbar – entsprechende Hinweise finden Sie bei den einzelnen Fortbildungen.Einfach anmelden und direkt buchen: www.fvdz.de/campus. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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Fallbericht. Vorbehandlung neu gedacht: Ästhetisch, funktionell und minimalinvasiv – ein Fallbericht
Dr. Tuba Aini
Immer mehr Patienten sind bereits vor dem ersten Behandlungstermin über Therapieoptionen, mögliche Vorgehensweisen sowie über zahnärztliche Materialien informiert. Gleichzeitig wächst damit auch der Anspruch an den Zahnarzt. Zeit, Ästhetik und Komfort in der Behandlung werden immer wichtiger für den modernen Patienten. Daher ist es umso relevanter, Konzepte in der Praxis zu etablieren, die den Ansprüchen des Patienten gerecht werden und gleichzeitig eine effiziente Behandlungsstruktur schaffen. Nachfolgender Beitrag stellt ein Konzept dar, welches ermöglicht, Patienten mit hohem Behandlungsbedarf ästhetisch, funktionell und entsprechend der Belastungskapazität des individuellen Patienten zu versorgen.