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Liebe Kolleginnen und Kollegen, 2026 hat schon Fahrt aufgenommen. Dennoch wünscht der FVDZ- Bundesvorstand auch jetzt noch allen Mitgliedern sowie Nichtmitgliedern ein glückliches, gesundes neues Jahr! Ein Jahr, in dem es hoffentlich positive Veränderungen für die zahnärztliche Berufsausübung geben wird...
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Azubi-Recruiting aus dem Ausland. Zahnärztinnen und Zahnärzte haben schon lange mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Und das, obwohl in Deutschland jede Menge Ausbildungen zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) starten. Aber die Abbruchquote ist hoch. Eine Möglichkeit bei der Suche nach verlässlichen und konstanten Mitarbeitern ist der Blick ins Ausland. Das Recruiting – zum Beispiel aus Vietnam – floriert. Ist das die Lösung?
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Nachgefragt. Wie sieht eine Vermittlung von vietnamesischen Auszubildenden nach Deutschland konkret aus? Was kostet sie einen Zahnarzt oder eine Zahnärztin? Und gibt es langfristige Perspektiven? Diese Fragen haben wir Tien Nguyen gestellt. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer von Alma Recruiting.
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Arbeiten ohne Assistenz. Fachkräftemangel gibt es nur da, wo man ihn zulässt. Was wäre, wenn Zahnärztinnen und Zahnärzte mal über den Assistenz-Tellerrand hinwegschauten und sich von fehlendem Personal, hoher Azubi-Abbrecherquote, Krankenstand und der nächsten Meldung einer Schwangerschaft gedanklich verabschieden und andere Voraussetzungen zum Arbeiten schaffen? Behandeln ohne Assistenz ist eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten. Und allein das Wissen um die Unabhängigkeit von Personal schafft eines: Ruhe im Kopf.
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Robotik und KI. Der Einsatz technologischer Lösungen könnte den Fachkräftemangel reduzieren. Was gestern noch Science-Fiction war, ist teilweise heute schon Realität. Visionen aus „Raumschiff Enterprise“ oder „I, Robot“ sind schon im Haushalt im Einsatz: Ob Siri, Alexa, smart gesteuertes Licht oder Saugroboter mit eigenem Namen – während solche Technologien im Alltag längst selbstverständlich sind, werden sie in der Zahnarztpraxis bislang als Zukunftsthema wahrgenommen, obwohl erste Anwendungen bereits heute wirtschaftlich sinnvoll einsetzbar sind.
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Mitarbeiterbindung. Wertschätzung und eine angemessene Bezahlung sind geläufige Gründe, warum ein Arbeitsplatz attraktiv ist. Es gibt aber viel mehr Ansätze, wie man Mitarbeiter bindet. Zum Beispiel kann ein Lebensarbeitszeitkonto auch in kleineren Betrieben wie einer Zahnarztpraxis realisiert werden.
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Mundgesundheit in Europa langfristig stärken – Europäische Zahnärzte
Prof. Dr. Thomas Wolf, Dr. Alfred Büttner
Europäische Zahnärzte. Im November war in Brüssel die Herbstvollversammlung des Council of European Dentists (CED). Dort wurden zentrale berufspolitische und gesundheitssystemische Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union erörtert. Die deutsche Delegation war mit Dr. Henner Bunke (BZÄK), Dr. Michael Diercks (KZBV), Stephan Allroggen (KZBV), Lisa Fritzsche (BZÄK), Dr. Alfred Büttner (BZÄK) und Prof. Dr. Thomas Wolf (FVDZ) vertreten. Die Sitzung unterstrich die Bedeutung einer gut koordinierten europäischen Zusammenarbeit im zahnärztlichen Berufsstand.
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Reformierter Sanitätsdienst. Bei einem Besuch der DFZ-Redaktion informiert der Leitende Zahnarzt der Bundeswehr, Oberstarzt Dr. Jürgen Rentschler, zum Stand der Umstrukturierung innerhalb des Fachbereichs Zahnmedizin – und was wehrmedizinische Dental-Fitness-Daten mit der Mundgesundheitsstudie gemein haben.
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FVDZ-Landesverband Bayern. Das Verwaltungsgericht München hat den Einspruch von sieben Klägern gegen die Ungültigkeitserklärung der Kammerwahlen 2022 im Zahnärztlichen Bezirksverband (ZBV) München zurückgewiesen. Das Gericht bestätigt, dass erhebliche Verfehlungen seitens des ZBV vorliegen. Dies hätte für die Vollversammlung der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) Anlass sein können, die Vorgänge transparent zu machen. Stattdessen verweigerte sie die Diskussion über die Anträge des FVDZ Bayern.
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Nachruf auf Dr. Dirk Erdmann
Die Kolleginnen und Kollegen des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte – Landesverband Nordrhein
Am 4. Dezember 2025 ist Dr. Dirk Erdmann von uns gegangen. Mit Ihm verliert die Zahnärzteschaft nicht nur einen engagierten Kol- legen, sondern eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg die standespolitische Debatte – auch bundesweit – mitgeprägt hat. Dr. Erdmann war FVDZ- Mitglied aus tiefster Überzeugung. Über viele Jahre hinweg brachte er sich aktiv in die Arbeit des Landesverbandes Nordrhein ein...
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Nachruf auf Dr. Kurt Gerritz
Die Kolleginnen und Kollegen des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte – Landesverband Nordrhein
Die Zahnärzteschaft trauert um eine herausragende Persönlichkeit und einen geschätzten Kollegen. Am 14. Dezember 2025 ist Dr. Kurt Gerritz im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit Ihm verlieren wir einen passionierten Zahnmediziner, der über Jahrzehnte hinweg die Standespolitik im Freien Verband Deutscher Zahnärzte und die fachliche Weiterentwicklung unseres Berufsstandes maßgeblich geprägt hat...
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Begeisterung für Engagement, Netzwerk und Freiberuflichkeit – FVDZ-Landesverband Westfalen-Lippe
Landesverband Westfalen-Lippe
FVDZ-Landesverband Westfalen-Lippe. Auch 2025 hat sich der Landesverband des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte in Westfalen-Lippe mit großem Engagement für die Gewinnung, Förderung und Unterstützung des zahnärztlichen Nachwuchses eingesetzt. Ziel ist es, junge Kolleginnen und Kollegen für die berufspolitische Arbeit zu begeistern, ihnen Orientierung für den Berufsstart zu geben und sie nachhaltig für die Werte der Freiberuflichkeit zu sensibilisieren.
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Rechtstipp. Der vermeintliche Vorher-Nachher-Effekt ist in der Werbung weitverbreitet. Doch dürfen Ärzte diese vergleichende Darstellung für ästhetische Eingriffe verwenden? Damit hat sich der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 31. Juli 2025 (AZ I ZR 170/24) befasst. Es ging um eine Unterspritzung mit Hyaluron.
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Extraktionen. Welche Faktoren müssen vorliegen, damit eine Abrechnung oberhalb des 2,3-fachen Satzes der Nummern 3000 und 3010 gerechtfertigt ist? Diese zu kennen, ist wichtig, um ein mindestens dem BEMA-Satz entsprechendes Honorar erzielen zu können.
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Frühkindliche Untersuchungen. Die Zahnärzteschaft hat sich mit der Deutschen Mundgesundheitsstudie 6 schon ein beeindruckendes Denkmal für die vergangene Arbeit in der Prävention gesetzt. Mit der besonderen Fürsorge der Alten und Pflegebedürftigen ist ein Zeichen gesetzt worden. Dieses Jahr beginnt mit dem Augenmerk auf die Kleinsten. Nach dem „Bohren dicker Bretter“ sind die Frühuntersuchungen bei Kleinkindern endlich im Kinderuntersuchungsheft, das „Gelbe Heft“, integriert. Was hat sich für die Abrechnung innerhalb der GKV getan?
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Neue Plattform. Fortbildungsnachweise sind für Ärzte wie Zahnärzte Pflicht. Aber die Zettelwirtschaft mit diversen Papier-Zertifikaten kann ein Ende haben. Mit der kostenlosen Dentucate-App lassen sich alle Dokumente problemlos speichern, abrufen und an die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen versenden. Auch eine Fortbildungssuche ist integriert.
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Interview: „Nach dem Studium darf man vom ersten Tag an selbstständig arbeiten.“
Melanie Fügner im Gespräch mit Jennifer Humm
Zahnärztin im Ausland. Jennifer Humm ist Deutsch-Amerikanerin. Als Tochter deutscher Auswanderer wurde sie in Amerika geboren, ist dort größtenteils aufgewachsen und hat Zahnmedizin studiert. Heute arbeitet die 46-Jährige im Südosten der USA in Georgia als angestellte Zahnärztin und erzählt von einigen Parallelen zu Deutschland, aber auch von amerikanischen Besonderheiten.
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Mit dem FVDZ-Campus präsentiert sich die verbandseigene Lernplattform in frischem Design und mit einem vielfältigen Fortbildungsangebot für Zahnärzte sowie das gesamte Praxisteam. Neu: Alle Live-Webinare werden aufgezeichnet und 24 Stunden im Nachgang kostenpflichtig zur Verfügung gestellt. Somit können Sie, falls Sie zum Webinar-Zeitpunkt verhindert sind, das Webinar noch für einen begrenzten Zeitraum buchen und auf dem FVDZ-Campus ansehen. Einfach anmelden und direkt buchen: www.fvdz.de/campus. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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Fortbildung. Die Digitalisierung ist aus der modernen Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken. Betrachtet man den bisherigen Digitalisierungspfad, zeigt sich deutlich: Indirekte Restaurationen haben die Nase vorn. Kronen, Inlays, Onlays oder Overlays lassen sich heute mit entsprechendem Equipment chairside innerhalb weniger Stunden in der Praxis herstellen. Selbst dreigliedrige Zirkon-brücken für den Seitenzahnbereich sind mit CEREC im Chairside-Workflow problemlos realisierbar.1
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Fünf Jahrzehnte im Dentalmarkt sind nicht nur eine beeindruckende Zahl – sie sind vor allem auch ein Versprechen für die Zukunft. Denn ausdauend auf ein in 50 Jahren gewachsenes, umfassendes Abrechnungswissen wird die DAISY auch zukünftig der Zahnärzteschaft Sicherheit bei der Abrechnung geben, die Teams entlasten und mithelfen, die Praxen wirtschaftlich stabiler zu machen.